der imaginäre dialog

23 12 2008

ich glaube, worte finden ihren ausdruck nicht immer verbal.

manchmal habe ich das gefühl, als würden sie im luftleeren raum schweben. langsam strömen sie in meine gedankenwelt und verdichten sich in einem selbstgespräch. oder eben zu einem imaginären dialog mit einem menschen, dem ich wichtiges mitzuteilen habe.

das selbstgespräch.

 hier vertrete ich alle mir einfallenden perspektiven vor meinem selbst und wäge ab. manchmal triumphiere ich auch mit meiner argumentation und wieder ein anderes mal, hilft es mir, den standpunkt des anderen aus seiner perspektive zu sehen und zu verstehen. meist drehen sich die inhalte um mich, meine entwicklung, meine sorgen und wünsche, träume und ziele, mit dem ziel eine entscheidung zu treffen. oder die richtige richtung einzuschlagen.

meist ein sehr ruhiger prozess, ohne tatsächliches reden. doch manchmal, wenn ein ereignis oder eine situation wirklich intensiv ist, so müssen die worte vom non-verbalen ins verbale wechseln. das hört dann aber keiner. gottseidank. schließlich ist es ja ein selbstgespräch.

der imaginäre dialog.

im gegensatz  gibt es auch jene situationen und ereignisse, die stark auf einen anderen menschen fokussieren. ich bin fasziniert oder irritiert. ich glaube, dass da eine ungewußte verbindung bestehen muss.

denn das mitteilungsbedürfnis ist so stark, dass sich diese form des imaginären dialogs durch seine emotionale intensität unterscheidet.

vordergründig kommt die frage auf,  ob mein imaginärer gesprächspartner diese  dialoge, die ich angeregt mit ihm oder ihr führe, ähnlich – stark  -wahrnimmt.

themen.

worüber spreche ich also mit meinem imaginären gegenüber, das mal dieser oder jene ist. je nach dem. manchmal ist es eine liebeserklärung, die so offen nie meine lippen überqueren würde. ein anderes mal ist es eine kränkung, die ich offenbar für mich erst benennen muss, bevor ich sie wirklich in worten transportiere. oder eine unangenehme botschaft, die zu überbringen ist. je nach dem.


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