manchmal ist es schon komisch. in gedanken baue ich mir ein konstrukt aus wünschen, bildern, begegnungen und idealsituationen zusammen. und die sehnsucht, dass es genauso in erfüllung gehen möge, steigt exponential an.
ganz tief drinnen spüre ich, dass sich ein teil des gewünschten erfahrungswertes realisieren wird. es gibt einen gravierenden unterschied zwischen wunschvorstellung und dem intuitiven wissen, dass sich situationen oder begegnungen erfüllen werden. es fühlt sich einfach anders an.
je länger sich dieser zeitraum hinauszieht, desto mehr bin ich herausgefordert die einschleichenden erwartungshaltungen außen vor zu lassen. ich sie sich noch verhältnismäßig leicht enttarnen.
doch viel subtiler wirkt die ungeduld. so gerne möchte ich dinge erledigt oder geheimnisvolle begegnungen erlebt haben. das warten hätte ein ende. die spannung hätte ein ende. die neugierde hätte ein ende. und auch die ungewissheit hätte ein ende.
vielleicht hätte auch die sehnsucht ein ende.
und wenn die sehnsucht ein ende hätte, so fühlte sich mein leben mit sicherheit weniger lebenswert an. lieber drehe ich noch eine runde im garten der geduld und lass mich von der sehnsucht und dem tiefen wissen, um ihre erfüllung, begleiten.
und dann, wenn ich vertieft ins gespräch mit ihr umherwandle und sie dann nach einiger zeit verabschiede, dann, ja dann passierts.
das warten hat ein ende.