die scheinbare unvollkommenheit.

13 11 2009

scheinbar beginnt sie mit der erbsünde. sie, die unvollkommenheit.

und das ist auch der einstieg in diese spirale des quälenden antriebs entsprechen zu wollen, schön sein zu wollen und genauso angenommen zu werden, wie und wer man ist.

die suche nach dem perfekten selbst begleitet uns wohl ein leben lang. unsere gedanken konzentrieren sich immer wieder auf die kleinen makel, die uns zwar einzigartig machen, aber anscheinend nicht der norm entsprechen.

ich habe keine lust mehr dieser entwertung und gleichzeitig standardisierung zu folgen. ich habe auch keine lust mehr, subtil auf meine unvollkommenheit aufmerksam gemacht zu werden. wenn ich eine veränderung anstrebe, so will ich das aus eigenem antrieb tun.

viel mehr freue ich mich an der individualität meiner erscheinungsform. und der des anderen.


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